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Lebenslanges Lernen – Kontinuierliche Weiterbildung als Antwort auf die sich wandelnde Arbeitswelt

Lebenslanges Lernen ist ein weiterer wesentlicher Schlüsselfaktor der Digitalisierung aus dem Bereich Wirtschaft & Arbeit. Die vom IEB, dem Institute of Electronic Business e. V. in Kooperation mit dem Rat der Internetweisen im Rahmen einer Studie eruierten 32 Schlüsselfaktoren aus den Bereichen Technologie, Kommunikation, Gesellschaft & Politik sowie Wirtschaft & Arbeit skizzieren die Entwicklungen einer einst analog funktionierenden Welt auf ihrem Weg in die digitale Zukunft. Welche Chancen, welche Herausforderungen kommen auf uns zu und wie positionieren sich Unternehmen in Zeiten des Wandels, um nicht vom Markt zu verschwinden? Lifelong Learning, so der international gebräuchliche Begriff für Lebenslanges Lernen, ist für Arbeitnehmer angesichts des permanenten Wandels, dem die moderne Arbeitswelt unterliegt, ein zentraler Baustein zur Absicherung des eigenen Arbeitsplatzes sowie zum Erwerb von Zusatzqualifikationen. Aber auch die Unternehmen müssen sich diesem Thema stellen.

Weiterbildung auch dank digitaler Bildungsangebote

Der Rat der Internetweisen hat es so zusammengefasst: „In der Wissensgesellschaft zählt nicht nur der Bildungsweg, sondern auch die kontinuierliche Weiterbildung – neben und im Berufsalltag. Es entstehen digitale Bildungsangebote, die den Zugang zu Weiterbildung erleichtern und verbessern – situationsbezogen, spielerisch, personalisiert und jederzeit an jedem Ort nutzbar.“

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?

Worum geht es eigentlich beim Lernen? Vereinfacht gesagt geht es darum Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu befördern. Lernen will geübt sein und es soll Spaß machen, die entsprechende Motivation dazu sollte Kindern schon durch das Elternhaus mit auf den Weg gegeben werden. Nicht umsonst wird die frühkindliche Bildung als Voraussetzung für weiteren Bildungserfolg gehandelt. Laut eines Statements des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entscheidet Bildung in der frühen Kindheit maßgeblich über Entwicklungs-, Teilhabe- und Aufstiegschancen und sorgt für mehr Chancengerechtigkeit (Quelle: https://www.bmbf.de/de/fruehe-foerderung-67.html). Wenn Kinder schon früh auf spielerische Weise zum Lernen motiviert werden und später eine breite schulische Bildung hinzukommt, dann fällt es im Laufe von Ausbildung, Studium und später dem Berufsleben umso leichter, immer neue Bildungsbausteine auf das vorhandene Wissen aufzuschichten. Eine wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches lebenslanges Lernen ist folglich ein diesbezüglich optimiertes Bildungssystem.

Bildungsangebote der Zukunft

Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass sich die Arbeitswelt durch die Digitalisierung radikal verändert hat und weiter verändern wird. Die Digitalisierung lässt auf der einen Seite Arbeitsplätze wegfallen, durch sie entstehen auf der anderen Seite aber neue „digitale“ Tätigkeitsprofile. Vom Arbeitnehmer der Zukunft werden vermehrt persönliche Kompetenzen wie Flexibilität und Veränderungsbereitschaft, aber auch detaillierte Methodenkenntnis beim Einsatz von digitalen Technologien erwartet werden. Es braucht zudem eine Stärkung der Medienkompetenz, einen reflektierten, aber auch kreativen Umgang mit den digitalen Medien. Digitale Bildung fängt schon in der Schule an, und auf jeder Ebene des Lernens müssen entsprechend didaktisch aufbereitete Lerninhalte bereitgestellt werden. Bereits im Jahr 2004 forderte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die

  • Verteilung von Lernzeiten über das gesamte aktive Ausbildungs-, Berufs- und Arbeitsleben.
  • Modularisierung des gesamten Bildungsangebots und des Qualifikationserwerbs.
  • Pluralität und Vernetzung aller Lernorte einschließlich der berufsbildenden Schulen, der Anbieter sonstiger Ausbildungsleistungen sowie lebenslanger Lernmöglichkeiten.
  • Dualität als Prinzip des Arbeitens und Lernens im Berufskonzept.
  • Berücksichtigung der wachsenden Bedeutung und die Anerkennung von informell erworbenen Kompetenzen.
  • Verbindung mit dem Fachhochschulbereich und den Universitäten.

          (Quelle: BWP 3/2003, https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/1675)

In den Weiterbildungsmarkt ist diesbezüglich viel Bewegung gekommen und die Bildungsträger arbeiten mit Hochdruck an Angeboten zur Weiterqualifizierung, die sich möglichst problemlos mit dem beruflichen Alltag kombinieren lassen.

Was die Unternehmen dazu beitragen können

Eine in 2018 vom Bundesverband der Personalmanager (BPM) beauftragte und vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH (IW Consult) durchgeführte Studie, zu der rund 700 HR-Experten befragt wurden, hat gezeigt, dass insbesondere Unternehmen, die bereits digitale Technologien nutzen, auch bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf Digitales Lernen setzen. Zum Einsatz kommen computer- oder webbasierte Selbstlernprogramme, interaktives webbasiertes Lernen oder digitale Lernspiele wie Simulationen oder Quizformate. Blended Learning heißt das Zauberwort: Hier werden den Mitarbeitern moderne Formen des E-Learning kombiniert mit klassischen Präsenzschulungen angeboten. Instrumente des E-Learning sind bspw. Webinare, YouTube Videos, Serious Games, also Spiele, die auch Bildung vermitteln sollen, Online-Kurse auf Universitätsniveau – kurz MOOC genannt u. v. m.. Digitale Lernmedien kommen allerdings vorwiegend dann zum Einsatz, wenn es um die Vermittlung von beruflichem Fachwissen geht und weniger zur Vermittlung persönlicher Kompetenzen wie etwa Veränderungsbereitschaft.(Quelle:https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2018/Gutachten_Anforderungen_Digitale_Arbeitswelt.pdf).

Lebenslanges Lernen lässt uns alle am digitalen Wandel partizipieren und sollte zum integralen Bestandteil gelebter Unternehmenskultur werden; der Druck, der durch die permanente Veränderung der Arbeitswelt entsteht, nicht allein auf den Rücken der Arbeitnehmer lasten. Unternehmen sollten vielmehr ihre Bereitschaft zeigen, ihre Belegschaft durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen mitzunehmen auf dem Weg der digitalen Transformation.

Ausblick

Auswendiglernen ist out, flexibles sogenanntes integriertes Lernen, auch Blended Learning genannt, ist in. Diese Form der Wissensvermittlung entspricht den Ergebnissen der modernen Hirnforschung und trägt den Usergewohnheiten der Digital Natives Rechnung. Lebenslanges Lernen ist eine große Chance für jeden von uns, denn indem wir unseren Wissensstand beständig aktualisieren, bleiben wir auf der Höhe der Zeit und verlieren den Anschluss nicht.

Der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen erfordert allerdings Zeit. Arbeitnehmern sollte daher ausreichend Freiraum für Lernzeit eingeräumt, und auf diese Weise für eine zufriedenstellende Work-Learn-Life-Balance gesorgt werden. Den Personalentwicklern im Unternehmen obliegt es, aus der Vielzahl der digitalen Lernangebote passgenaue Formate für die Mitarbeiter auszuwählen, um die Belegschaft im Rahmen organisationalen Lernens für den digitalen Wandel des Unternehmens gut auszurüsten. Wenn Unternehmen die Zeichen der Zeit erkennen und sich auch als Ort einer positiven Lernkultur verstehen, dann sind sie auf den digitalen Wandel gut vorbereitet.

Chancen

Perspektivisch werden Wissen und Fähigkeiten nicht mehr einmalig erworben und laufen Gefahr, irrelevant zu werden oder zu veralten. Stattdessen wird berücksichtigt, dass sie sich im Fluss befinden und daher regelmäßig aktualisiert werden sollten.

Herausforderungen

Unternehmen müssen diese Herausforderung auch selbst angehen und dürfen den Druck, laufend dazuzulernen, nicht auf ihre Mitarbeiter abwälzen.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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