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Was ist ein MVP

Was ist ein MVP?

Unternehmen sind stets auf der Suche nach neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungendie am Markt bestehende Optionen ersetzen oder eine Variation für den Konsumenten darstellen. Leider schafft nicht jede dieser neuen Ideen eine erfolgreiche Markteinführung – viele Produkte scheitern trotz teurer Marketingmaßnahmen schon innerhalb des ersten Jahres. Eines der wohl bekannteste Beispiele für einen Produktflop war die Crystal Pepsi. In den 1990er Jahren versuchte das Unternehmen PepsiCo eine transparente, koffeinfreie Cola am Markt zu etablieren. Der Grund für die Einführung des neuen Getränkes war die damalig beginnende Trendentwicklung hin zu einem gesünderen, bewussteren Lebensstil. Das Produkt scheiterte dennoch, da die Konsumenten das farblose Getränk verbunden mit dem Original ColaGeschmack als irritierend wahrnahmen. 

An dieser Stelle wollen wir uns deshalb die Frage stellen, was man als heutiges Unternehmen tun kann, um ein solches Scheitern und die damit verbundenen enormen Kosten zu vermeidenHört man auf Eric Ries, den Begründer der Lean-Startup-Methode, liegen die Gründe für das Scheitern heutiger Unternehmen vorwiegend im Festhalten an traditionellen ManagementMethoden. Lange Zeit galt das Erstellen eines detaillierten BusinessPlanes, einer stichhaltigen Strategie sowie einer gründlichen Marktforschung als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Markteinführung. Durch seinen LeanStart-up Ansatz zeigt Ries eine alternative Methode zur rationellen Produktentwicklung aufDie Denkwiese der LeanStartupMethode basiert auf den Überlegungen des Lean-ManagementAnsatzes, richtet sich dabei jedoch primär auf den Produkt-Launch insbesondere bei Unternehmensgründungen. Sie zielt darauf ab, Produktentwicklungszyklen zu verkürzen und damit schnell herauszufinden, ob ein vorgeschlagenes Produkt oder Geschäftsmodell marktfähig ist. Dies gelingt durch die Entwicklung eines Minimum Viable Product. 

Minimum Viable Product – Was ist das?

Unter einem Minimum Viable Product (Minimal überlebensfähiges Produkt) versteht man die erste Version eines Produktes, die die am Markt geforderten Mindest-Anforderungen und Eigenschaften enthält. Das sind diejenigen Kernfunktionalitäten eines Produktes, die zuLösung eines Kundenproblems beitragen und für die eine Kundengruppe bereit ist, einen gewissen Betrag zu bezahlenMit Hilfe des MVP erfolgt der Produktentwicklungszyklus in einem iterativen Prozess. Iterativ heißt in diesem Fall, dass versucht wird, sich schrittweisein wiederholten Vorgängen der optimalen Lösung für ein bestehendes Problem anzunähern. Dazu werden immer wieder neue Hypothesen aufgestellt, die am Markt getestet und mit Hilfe von Kundenfeedback validiert werden können. Durch dieses Kundenfeedback können fehlende oder überflüssige Funktionalitäten erkannt und zukünftig für die nächste Version des Produktes erweitert oder abgeschafft werden. So kann das Unternehmen seine Kunden und deren Bedürfnisse nach und nach besser kennenlernen. Kurz gesagt: Diese Methode zielt darauf ab, mit geringstem Aufwand ein Maximum an validierten Erkenntnissen über potenzielle Kunden zu sammeln. 

Wie kann so ein MVP in der Praxis aussehen?

Was bei einem MVP zu den Kernfunktionen des Produktes zählt, hängt ganz davon ob, ob es sich um ein physischesdigitales Produkt oder gar um eine Dienstleistung handeltBei einem digitalen Produkt empfiehlt sich als erster Test zunächst die Entwicklung einer Landingpage, auf der das Produkt bestmöglich beschrieben wird. Eine Landingpage ist eine Webseite, auf die potenzielle Kunde über Werbeanzeigen oder eine Suchmaschine geleitet werden. Über Interaktionsfunktionen dieser Webseite kann das Unternehmen schon vor der Erstellung des Produktes wichtiges Feedback einholenetwa per Kontaktformular oder einer Live-Chat Funktion.  

Warum wir MVP brauchen?

Die Unternehmensumwelt heutiger Unternehmen ist geprägt von einer hohen Dynamik. Diese Umwelt wird häufig durch das englische Akronym „VUCA“ beschreiben. VUCA steht für vier Einflussfaktoren, die unsere heutige Arbeitswelt stark prägen: Volatilität (engl. Volatility), Unsicherheit (engl. Uncertainty) Komplexität (engl. Complexity) und Ambiguität (engl. Ambiguity). In diesem Zusammenhang bezeichnet Volatilität instabile und unberechenbare Zustände, die durch Schwankungen gekennzeichnet sind und auf die Organisationen ausschließlich schnell und flexibel reagieren können. Unsicherheit besteht hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung – was will nur mein Kunde von morgen? Komplexität entsteht durch Zusammenspiel und Wechselwirkungen unterschiedlichster Elemente miteinander und nicht zuletzt beschreibt Ambiguität die Doppeldeutigkeit bei der Interpretation von Informationen. Um in dieser Dynamik langfristig bestehen zu können, sind heutige Organisationen zunehmend dazu gezwungen, sich stetig weiterzuentwickeln und schnellstmöglich auf veränderte Umwelteinflüsse zu reagieren. Da das “Minimum Viable Product” bei der Markteinführung lediglich über die Kernfunktionen verfügt, kann das „Time-to-Market“, also die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt, deutlich verkürzt werden. Diese Vorgehensweise stellt ebenfalls sicher, dass keine überflüssigen Eigenschaften oder Funktionen entwickelt werden, die vom Kunden nicht nachgefragt werden. Dadurch wird das Risiko minimiert, das Unternehmen spart Zeit, Aufwand und Kapital.

Unser Fazit

Die Nutzung eines Minimum Viable Product eignet sich besonders für Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld, die wenig bis keine Informationen über die Bedürfnisse ihrepotenziellen Kunden haben. Diese Unternehmen können ihre innovativen Ideen mit möglichst wenig Kosten und Ressourceneinsatz testen und durch Interaktion mit dem Kunden in die richtige Richtung zu entwickeln.

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Quellen:
1. Lauer, T. (2019): Change Management: Grundlagen und Erfolgsfaktoren, 3. Auflage Berlin/Heidelberg: Springer Verlag
2. https://books.google.de/books?id=hs8YBQAAQBAJ&printsec=frontcover&dq=minimum+viable+product+markt+ges%C3%A4ttigt&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjS5OHtpZDoAhVD06YKHXedAVkQ6AEINTAB#v=onepage&q&f=false

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