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Was versteht man unter Blended Learning?

Vermittlung von Bildung auf rein analogem Wege, das war gestern. Die Digitalisierung ermöglicht völlig neue Lernformate, die mehr oder weniger alle unter den Oberbegriff E-Learning fallen. Lernen also unter anderem auch mittels elektronischer oder digitaler Medien. Und wo könnte man gerade junge Menschen besser zum Lernen abholen als an ihrem Smartphone? Aber nicht nur in der schulischen Bildung, nein, auch im universitären Bereich oder in der beruflichen Weiterbildung: Überall sind digitale Bildungsangebote auf dem Vormarsch. Erfahren Sie in unserem heutigen Blogbeitrag mehr über eine besondere Mischform des Lernens, das sogenannte Blended Learning.

Blended Learning kurz erklärt

Blended Learning, darunter versteht man die Mischung aus Präsenz- und Online Lernangeboten. Dies klingt zunächst sehr vielversprechend, ist aber bei näherem Hinsehen nicht ganz ohne Problematik. Beim Blended Learning kommt es auf einen gut aufeinander abgestimmten Methodenmix aus selbstgesteuertem E-Learning, Live-E-Learning sowie klassischer Präsenzlehre an. In diesen ganz unterschiedlichen Formaten liegen zugleich auch deren Vor- und Nachteile begründet. Beim reinen selbstgesteuerten E-Learning bestimmen die Lernenden selbst über Zeit, Ort und Tempo ihrer Lernaktivität. Hierzu ist aber auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin vonnöten. Beim Live-E-Learning ist der Ort des Lernens bspw. ein virtueller Klassenraum. Dort können die Lernenden in Echtzeit mit dem Dozenten oder den anderen Seminarteilnehmern kommunizieren. Kursleiter müssen gute Moderatoren sein und über hohe mediendidaktische Kompetenzen verfügen. Präsenzlehre schließlich ist der traditionelle Unterricht wie wir alle ihn kennen, Face to Face in Form von Vorlesungen, Seminaren u. ä. Hierzu müssen sich alle Teilnehmer zur selben Zeit am selben Ort befinden und ein möglichst einheitliches Vorwissen aufweisen.

Blended Learning in der modernen Arbeitswelt

Die Digitalisierung erzeugt einen hohen Anpassungsdruck und erfordert von allen Mitarbeitern eines Unternehmens ein völlig neues Selbstverständnis in Bezug auf Lebenslanges Lernen und einer generellen Veränderungsbereitschaft. Moderne Arbeitnehmer, vom Sachbearbeiter bis hin zu den Führungskräften und der Unternehmensleitung, können die Augen vor diesen Erfordernissen des digitalen Wandels nicht verschließen. Moderne Personalentwicklung muss diesen Prozess begleiten und die entsprechenden Weiterbildungstools anbieten. Aufsetzend auf einer digitalen Lernstrategie, die zunächst erstellt werden muss, ist Blended Learning, auch hybrides Lernen genannt, ein ideales Lernformat für die Wissensvermittlung in Unternehmen. Präsenztraining bietet den Lernenden den direkten Kontakt mit dem Trainer oder Tutor, E-Learning Formate bieten ihnen Flexibilität und ein individuelles Lerntempo. Im sogenannten Flipped Classroom wird der klassische Unterricht auf den Kopf gestellt: Neues Wissen wird den Lernenden meist über Videosequenzen zur Verfügung gestellt, die diese zu Hause abrufen, ganz in ihrem individuellen Lerntempo. Fragen zum Material können online gestellt werden. In der darauffolgenden Präsenzphase dann erfolgt keine erneute Wissensvermittlung, sondern der zu Hause rezipierte Stoff wird gemeinsam eingeübt.

Blended Learning Tools

Online Bestandteile von Blended Learning sind bspw. Webinare, Tutorials, YouTube Videos, Wikis, Serious Games, also Spiele die auch Bildung vermitteln sollen, oder Online-Kurse auf Universitätsniveau – kurz MOOC (Massive Online Open Courses) genannt. Webinare sind für Unternehmen eine interessante Möglichkeit, neben den eigenen Mitarbeitern auch Lieferanten oder Kunden zu erreichen. So kann man mittels eines Webinars neue Produkte vorstellen, Pressekonferenzen oder Schulungen durchführen. Hierzu bedarf es einer entsprechenden Software und eines erfahrenen Moderators, eventuell unterstützt durch einen Co-Moderatoren, die das Webinar durchführen. Unternehmenseigene Wikis können eine Vielzahl von Einsatzbereichen abdecken. Häufig dienen sie als Glossar für die im Unternehmen gebräuchlichen Begriffe, bieten Informationen beispielsweise zu Unternehmensabläufen oder enthalten Bedienungsanleitungen und Produktbeschreibungen. Tutorials sind praktische kleine Video-Lernprogramme im Netz, die häufig auch die klassische Gebrauchsanweisung ersetzen bzw. ergänzen. Tutorials sind für Unternehmen sowohl als Marketing Tool auf der Homepage interessant, beispielsweise um dem Kunden ein Produkt vor Augen zu führen, als auch als beliebtes Tool für innerbetriebliche Schulungsprogramme.

Digitale Transformation und Blended Learning

Die digitale Transformation ist ein umfassender Prozess und umschließt auch den Bildungsbereich – von der Wissenserschließung über die Dokumentation von Wissen bis hin zur Wissenskommunikation und dem Wissenstransfer. Bildungsträger müssen sich damit auseinandersetzen, was künftig unter zeitgemäßer Wissensvermittlung zu verstehen sein wird. Der DigitalPakt Schule des BMBF ist ein etwas zögerlicher Anfang, digitale Infrastruktur und digitale Bildungsangebote im Schulwesen in die Fläche zu bringen. Die Bildungswelt von morgen setzt zunehmend auf digitale Bildungsangebote und das gilt auch für Weiterbildung im beruflichen Kontext. Der rasche technische Wandel erfordert Arbeitnehmer mit hoher Lern- und Veränderungsbereitschaft. Eine der zentralen Aufgaben künftiger Bildungssysteme liegt daher darin, die Veränderungsbereitschaft von Menschen zu fördern, Menschen von Kindesbeinen an mental damit vertraut zu machen, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist und sie zu motivieren, sich auf diesen spannenden Prozess einzulassen.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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