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BIM- Welche Vorteile bietet es der Baubranche?

Die Zinsen sind im Keller und die Baubranche boomt. Die Auftragsbücher sind voll und eigentlich hätte die Baubranche allen Grund zum Jubeln. Dennoch entgehen ihr Umsätze in Milliardenhöhe und floppen Bauvorhaben, weil die Vorteile der Digitalisierung für das Baugewerbe noch nicht hinreichend erkannt wurden. Building Information Modeling – kurz BIM –  so heißt das Instrument, dass die Zukunft der Branche maßgeblich gestalten und prägen wird. Was alles kann BIM und was genau ist darunter zu verstehen?

Building Information Modeling – was ist das?

Building Information Modeling, zu Deutsch Gebäudedatenmanagement, ermöglicht das Vernetzen aller Gebäudedaten, aber auch die Vernetzung aller an einem Projekt beteiligter Unternehmen und Personen. BIM ist dabei als eine Methode zu verstehen, um die Planung und Ausführung eines Gebäudes zu optimieren sowie dessen spätere Bewirtschaftung. Mithilfe einer Software ist es möglich, alle mit dem Bau zusammenhängenden Daten in eine Darstellung des Gebäudes als virtuelles 3D-Modell einfließen zulassen. Alle bau-relevanten Informationen sind dank BIM für alle Projektteilnehmer gleichermaßen aktuell abrufbar, so dass jeder stets auf dem gleichen Stand ist. Hiervon profitieren die Bauträger, die Auftraggeber und später das Facility Management.

Was BIM kann

BIM vereint alle relevanten Daten der Kosten, der Bauphysik, der Architektur, der Gebäudetechnik, der Tragwerksplanung, der Bauausführung, der Fertigteilwerke und des Facility Management unter einem Dach. Häufig drohen beim Bau Probleme durch nicht eingehaltene Kosten- und/oder Terminziele oder auch durch mangelhafte Ausführung der Arbeiten. Durch die Visualisierung selbst kleinerer Komponenten wie z. B. der Heizungsrohre können deren Einbau optimiert und Fehler vermieden werden. Auch werden zu jedem Bauteil alle Spezifikationen, Modellnummern und Gewährleistungsinformationen hinterlegt. Aus der Fehlerminimierung resultieren Kostenersparnisse und exaktere Prozessabläufe. Das Ziel von BIM ist mehr Transparenz,  Planungssicherheit sowie Zeit – und Kosteneffizienz.

Dem Digitalen Bauen gehört die Zukunft

Der Bund hat, nicht zuletzt alarmiert durch das Fehlschlagen mehrerer Großprojekte wie dem Hauptstadtflughafen Berlin, die Initiative „planen-bauen 4.0“ ins Leben gerufen. Diese soll den Einsatz von BIM bei Bauprojekten fördern.  Augenblicklich kommen von den digitalen Modellen wie BIM, so eine Studie von PricewaterhouseCoopers aus 2018, nur ca. 11 % in der Baubranche zur Anwendung. Das Steigerungspotenzial ist also groß. Moderne IT-gestützte Prozesse sollen und werden künftig für mehr Nachhaltigkeit bei Neubauten sorgen. Von der Energie­effizienzplanung über die Nachhaltigkeit und gesundheitlich unbedenkliche Qualität der ausgewählten Materialien bis hin zur Recyclingfähigkeit der Baustoffe (cradle-to-cradle) kann künftig im Interesse von angewandtem Klimaschutz alles mitbedacht werden, was Menschen und Umwelt guttut.

Herausforderungen bei der Einführung von BIM

Noch scheuen viele Unternehmen den Einsatz von BIM. Sie fürchten hohe Investitionskosten und hohen Know-how-Bedarf. Auf lange Sicht jedoch führt an BIM kein Weg vorbei. Die Zukunft wird smart. Smart Homes verlangen nach Smart Buildings und Smart Buildings sind notwendige Bestandteile von Smart Cities. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland anderen Ländern jedoch wieder einmal hinterher. In den skandinavischen Ländern gehört BIM bereits zur etablierten Praxis. In Finnland beispielsweise kam Building Information Modeling bereits in 2007 in 93 % aller Architekturbüros und in 60 % aller Ingenieurbüros zum Einsatz.  Zu den finnischen Bauwerken, die mit BIM erbaut wurden, zählen beispielsweise die Isoisä-Brücke in Helsinki oder das Puuvilla-Einkaufszentrum in Pori.

BIM Großprojekte – einige Beispiele

In den USA wird BIM schon lange erfolgreich genutzt und ist seit 2006 Vorschrift, wenn große staatliche Bauprojekte in Angriff genommen werden. In Deutschland sollen öffentliche Bauvorhaben ab 2020 mit BIM durchgeführt werden, so das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Bereits jetzt nutzt man die Vorteile von BIM in vier Pilotprojekten: Dem Tunnel Rastatt und der 485 Meter langen Filstalbrücke in Baden-Württemberg, der Talbrücke Auenbach in Chemnitz sowie der Brücke Petersdorfer See in Mecklenburg Vorpommern. Die deutschen Steuerzahler werden sich sicher freuen, wenn diese Projekte reibungslos umgesetzt werden können und nicht als Millionengrab enden. So kostet der Flughafen Berlin-Brandenburg den deutschen Steuerzahler jeden Monat etwa 35.681.594 Euro. Derartige Bausünden werden in Zukunft dank Building Information Modeling hoffentlich der Vergangenheit angehören.

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