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Von der digitalen Baustelle zum voll vernetzten Haus

Leben Sie bereits in einem smarten Zuhause? Vermutlich ja, denn die meisten von uns nutzen bereits smarte Technologien in ihren Haushalten. Sprachassistenten wie Alexa oder Siri sorgen für frischen Kaffee, regulieren für uns die Heizung oder schalten das Licht an. Eine Vielzahl intelligenter Geräte erleichtert bereits unseren Alltag, häufig, ohne dass wir groß Notiz davon nehmen. Der Grundstein für den digitalen Komfort könnte allerdings schon mit dem Bauvorhaben gelegt werden. Bauwerksdatenmodellierung (englisch: Building Information Modeling, kurz: BIM) ist hier das Schlüsselwort. Erfahren Sie in unserem heutigen Blogbeitrag wie smart die Häuser der Zukunft dank modernem Baudatenmanagement sein werden.

Smart Home – was ist  das

„Der Begriff “Smart Home” zielt auf das informations- und sensortechnisch aufgerüstete, in sich selbst und nach außen hin vernetzte Zuhause. Verwandte Begriffe sind “Smart Living” und “Intelligent Home”, so nachzulesen im Gabler Wirtschaftslexikon. Technologische Voraussetzung hierfür ist das Internet of Everything (IoE). Ein viel zitiertes Beispiel ist der intelligente Kühlschrank, der automatisch vermittels einer App meldet, wann der Lieblingsjoghurt das Verfallsdatum erreicht hat oder ob angesichts geleerter Milchtüten für Nachschub gesorgt werden muss. Von unterwegs kann so bequem der Inhalt des heimischen Kühlschrankes gecheckt werden. Theoretisch müsste man die Kühlschranktür gar nicht mehr öffnen, um zu prüfen, ob etwas fehlt. Ein weiteres Beispiel sind intelligente Wasch- und Geschirrspülmaschinen. Sie passen die Wasserzufuhr und die Dauer des Waschvorgangs durch eingebaute Sensoren selbständig an. Diese Sensoren erfassen die Trübung des Wassers und geben dem Gerät so ein Signal, wenn der Waschvorgang früher als erwartet beendet werden kann. Die eingesetzten Technologien beschränken sich jedoch nicht nur auf Küchen- oder Haushaltsgeräte. Automatisch gesteuerte Jalousien, Türen, Heizungen, Lüftungen, Markisen etc. zählen ebenso zu den Charakteristika eines Smart Home. Im Ergebnis soll der Wohnkomfort angehoben, der Energie- und Wasserverbrauch gesenkt und die Sicherheit erhöht werden.

Schattenseite Datenmissbrauch

Stichwort Sicherheit: In diesem Punkt offenbart sich die Ambivalenz des datengetriebenen Smart Home Konzeptes. Der große Nachteil eines Smart Home soll hier nicht verschwiegen werden. Hacker können sich leicht Zugang zum heimischen Netzwerk verschaffen, meist über das am schwächsten abgesicherte Gerät im Haushalt. So wird die Kaffeemaschine oder die mit dem WLAN verbundene Funksteckdose zum Einfallstor für kriminelle Machenschaften, Hacker können Geräte nach Belieben an- und ausschalten, überhitzen oder sonstigen Schaden anrichten. Einbrechern ist auf diese Weise Tür und Tor geöffnet. Dies im wörtlichen Sinne: Haustüren mit elektronischem Haustürschloss, die über einen Internetzugang und eine App gesteuert werden, lassen sich für Hacker ganz leicht, geräuschlos und ohne Brecheisen öffnen.

Building Information Modeling – BIM

Jeder weiß, wie schnell ein Bauvorhaben aus dem Ruder laufen kann. Berühmtestes Beispiel in Deutschland ist sicher der Berliner Flughafen. Mit BIM soll das anders werden. Eine Software vereinfacht die Umsetzung von Bauvorhaben durch die Vernetzung von Planung, Ausführung und Bewirtschaftung der Gebäude. Alle relevanten Daten werden gesammelt und das zu bauende Objekt als 3D-Modell hinterlegt. Jeder Stakeholder des Bauprojektes hat Zugriff auf die Daten. Werden Änderungen vorgenommen, führt die Software automatisch die notwendigen Anpassungen durch. Ein Beispiel: Ein Einfamilienhaus wird geplant. Der Architekt hat den Entwurf im BIM eingepflegt und die zum Bau benötigten Ressourcen festgelegt. Eine Woche später möchte der Kunde den Entwurf noch durch einen weiteren Raum ergänzen. Der Architekt nimmt die Änderungen im Datensatz der Software vor. Der Bedarf der Ressourcen wird dann automatisch von der Software angepasst. Ohne BIM müsste dieser Bedarf manuell berechnet werden und jede am Bau beteiligte Person müsste einen überarbeiteten Entwurf neu zugeschickt bekommen, mit ihren Fachplanungen abgleichen und gegebenenfalls anpassen. Und dieser Prozess träte jedes Mal ein, wenn sich auch nur eine Kleinigkeit am Entwurf ändern würde. Klar, dass es dann bereits in der Planungsphase des Bauvorhabens zu Verzögerungen käme.

BIM und Smart Home sind die Zukunft der Bau- und Handwerksbranche

Überall dort, wo sich Planungen vereinfachen lassen, reduzieren sich auch die Kosten. Für alle neuen öffentlichen Infrastrukturvorhaben ist BIM ab diesem Jahr verbindliche Voraussetzung und  sehr viele Ausschreibungen fordern den Einsatz von BIM, aber auch von Technologien wie dem 3D-Druck. Apropos 3D-Druck: Vielleicht stammen unsere Häuser schon in absehbarer Zeit aus dem 3D-Drucker?  So wurde die russische Firma Apis Cor in 2017 gehypt, da es ihr gelang innerhalb von 24 Stunden ein voll funktionsfähiges und bewohnbares 38 Quadratmeter-Haus im 3D-Druck herzustellen. Vernetzung und lückenlose Kommunikation, Effizienz, optimale Ressourcenplanung, Planungs- und Terminsicherheit sowie rechtzeitiges Aufdecken von Fehlerquellen, das sind nur einige der Vorteile von BIM.  Die Vorteile des Smart Home liegen in der Einsparung von Energie und Wasser, in einer gesteigerten Lebensqualität und in einer konsequenten Haussteuerung und Überwachung. Das die digitale Transformation auch die Bau- und Handwerksbranche revolutioniert, daran kann kein Zweifel bestehen. Bleiben wir gespannt, ob das Smart Home der Zukunft besser vor Hackern geschützt werden kann und mit welchen Innovationen sonst BIM und Smart Home Technologien uns in den nächsten Jahren überraschen werden.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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