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Trends und Trendbeobachtung

Trends und Trendbeobachtung

Veränderungen in allen Lebensbereichen sind so dynamisch, dass sie von uns aktive und regelmäßige Beobachtung verlangen. „Trendy“ zu sein bedeutet heute für die Menschen nicht nur, sich zeitgemäß zu kleiden, sondern etwa auch darin zu investieren, den Müll zu trennen, nachhaltig einzukaufen oder einen gesunden Lebensstil zu führen.

In der Wirtschaft beschränkt sich die Untersuchung des Marktkontextes nicht mehr auf die Ebene der Strategie, sondern wird iterativ und findet Anwendung in der Entwicklung, im Design oder auch der Kommunikation. Die Trendbeobachtung wird als eine wichtige Funktion in Unternehmen etabliert, um der Konkurrenz immer ein paar Schritte voraus zu sein.

Was ist ein Trend?

Ein Trend ist die Richtung einer Veränderung oder eine Entwicklung von etwas. Wenn man von einem Trend spricht, meint man in erster Linie eine Veränderung von Verbrauchererwartungen und -wünschen oder eines Modells des menschlichen Verhaltens.

Soziale oder wirtschaftliche Phänomene können unter dem Einfluss eines Trends entstehen oder als eine Kraft wirken, die einen Trend erzeugt und/oder verstärkt. Oft gibt es dabei das altbekannte Dilemma von „Henne oder Ei“ – die Frage, was die eigentliche Ursache für die Entstehung eines Trends war. So entstanden etwa moderne Computer und Technologien durch aktive Investitionen in die Entwicklung von Halbleitern, die wiederum durch die Konfrontation zwischen der UdSSR und den USA und das Wettrüsten im kalten Krieg begannen.

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Welche Trends sollte ein Unternehmen genauer berücksichtigen?

Wie werden Trends ermittelt?

Die Trendforschung beginnt mit der Trendbeobachtung. In einem unternehmerischen Kontext ist es die Fähigkeit, Branchentrends vor anderen zu erkennen und sie in der Kommunikation und den Produkten und/oder Dienstleistungen eigener Marke zu nutzen, um den Kundenerwartungen einen Schritt voraus zu sein und das Produkt oder die Dienstleistung teurer als andere zu verkaufen.

Die Trendbeobachtung konzentriert sich auf den kurz- und mittelfristigen Zeithorizont. Generell sind das maximal drei bis fünf Jahre. Bei der Trendbeobachtung geht es um Veränderungen, die bereits stattfinden und sich zu manifestieren beginnen.

Es gibt keine einheitliche Vorgehensweise, wie eine Trendbeobachtung durchgeführt wird. Die Erfahrung hilft den Experten, Signale zu erkennen und sie richtig zu interpretieren. Diesen Prozess kann man in fünf Phasen unterteilen:

  • Suche und Fixierung von Signalen. Es werden dabei etwa so unterschiedliche Medien wie Print, Fernsehen oder Internet ausgewertet.
  • Beschreibung und Interpretation. Mögliche Trends werden auf ihre Entwicklungen, Hintergründe, Ursachen und Marktrelevanz hin untersucht. Zu welchem Bereich gehört es, warum ist es wichtig, von wem wird es genutzt, für welches Publikum ist es bestimmt, welche Aufgaben löst es?
  • Clustering. Sammeln von Signalen in homogenen Gruppen, die das Vorhandensein eines Trends anzeigen.
  • Überprüfung. Gibt es genügend Signale, um von einem signifikanten Trend zu sprechen?
  • Trendformulierung und -interpretation.

Der Algorithmus kann je nach Bereich, in dem nach Trends gesucht wird, unterschiedlich sein. Aber wenn man es ganz allgemein betrachtet, dann handelt es sich um die Beobachtung aller Informationsflüsse, je nach Bereich der Branche, mit Erfassung angrenzender Felder.

Regelmäßigkeit der Trendbeobachtung

Die Häufigkeit der Überwachung hängt von Zweck, Kategorie und Art der Trends ab. Wenn wir von einem stabilen Markt sprechen, in dem alles mehr oder weniger klar ist, reicht eine Beobachtung einmal im Jahr aus.

Viele Menschen, die mit Trends arbeiten, sagen, dass sich die Veränderungsrate der Trends ständig beschleunigt. In diesem Zusammenhang folgt logischerweise, dass signifikante Signale kontinuierlich überwacht werden müssen. In der Praxis ist dies nur schwer umsetzbar, da es sich in den meisten Fällen um Handarbeit handelt, die viele Ressourcen in Anspruch nimmt. Auf dem Trendbeobachtungsmarkt arbeitet man daran, die Erfassung von Signalen zu automatisieren. Bisher gibt es auf dem Markt aber noch keine Systeme, die automatisch Signale aus offenen oder geschlossenen Quellen auswählen und diese richtig interpretieren können. Aber es wird eifrig daran gearbeitet, und mittelfristig dürften solche Tools auf den Markt kommen.

Trendbeobachtung selbst durchführen?

Wenn jemand Trendbeobachtung selbst betreiben möchte, dann sind Iteration und Konsistenz die beiden besten Begleiter auf diesem Weg. Konsistenz ist eine technische Aufgabe, die Ziel, Suchgebiet, Interessenskategorien und Branchen beschreibt. Es äußert sich auch in der Notwendigkeit, „alles Gesehene“ einwandfrei festzuhalten. Iterationsfähigkeit manifestiert sich in der Fähigkeit, zu ursprünglicher Aufgabe, die man sich am Anfang der Trendbeobachtung gestellt hat, zurückzukehren und sie gegebenenfalls zu korrigieren. Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie eine Trendbeobachtung in Ihrem Unternehmen erfolgreich einsetzen können, laden Sie unser kostenfreies Whitepaper dazu herunter.

Was bei der Trendbeobachtung wichtig ist, ist vor allem die Neugier, eine Leidenschaft für das Suchen, das Verborgene und Nicht-Offensichtliche zu entdecken. Die Lieblingsfragestellungen dabei sind: „was passiert, wenn …“, „warum“ und „damit“. Je öfter eine Person sie sich selbst und der Welt um sie herum stellt und Antworten findet, desto größer sind die Chancen, wirkliche Trends zu erkennen.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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