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Keine Armut

Keine Armut (1) – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Keine Armut — so lautet das erste Ziel für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UNO). „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ wurden im Jahr 2015 als Agenda 2030 vorgestellt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, auf lange Sicht Folgendes sicherzustellen:

  • Verbesserung der ökologischen Situation weltweit.
  • Optimierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen.
  • Entwicklung energie- und ressourcensparender Technologien.
  • Organisation allgegenwärtiger materialsparender Technologien.
  • Bewahrung sozialer und kultureller Systeme.

Die jeweiligen Punkte werden im Rahmen der Agenda in jedem Bereich weiter aufgeschlüsselt. Wenn Sie also mehr über diese Hintergründe erfahren möchten, dann lesen Sie dazu unseren Artikel: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Worum geht es?

Die Armutsbekämpfung ist eine komplexe Aufgabe. Sie umfasst nicht nur so offensichtliche Maßnahmen wie Sozialleistungen und Spenden, sondern auch, wenn nicht sogar primär, die Verbesserung des Lebensstandards im Allgemeinen — einschließlich Verkehr, Medizin und Bildung.

Status quo – Ziel 1: keine Armut

Laut der UNO leben mehr als 700 Millionen Menschen immer noch in extremer Armut und haben große Probleme, überhaupt ihre grundlegendsten Bedürfnisse zu befriedigen. Die Armut betrifft auch die Industrieländer. Mehr als 30 Millionen Kinder etwa leben derzeit in den reichsten Ländern der Welt unterhalb der Armutsgrenze.

Armut hat viele Erscheinungsformen. Ihre Ursachen sind oft Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung. Aber auch Naturkatastrophen, Krankheiten und anderen Phänomene spielen eine gewichtige Rolle, die die Menschen daran hindern, ein sicheres und produktives Leben zu führen.

Der Ökonom Jeffrey Sachs hat berechnet, dass die Gesamtkosten für Maßnahmen zur weltweiten Armutsbekämpfung in den nächsten 20 Jahren rund 175 Milliarden US-Dollar betragen werden. Das klingt viel, ist aber weniger als ein Prozent des Gesamteinkommens der reichsten Länder der Welt.

Als zukunftsorientiertes Unternehmen Armut bekämpfen

Noch ist der Gedanke weit verbreitet, dass die Armutsbekämpfung nicht die Aufgabe von Unternehmen sei, sondern die der Politik. Allerdings kann der Kampf gegen die Armut nur dann erfolgreich sein, wenn die Menschen vor Ort auch wirtschaftlich vorankommen. Immer mehr wird deutlich das wirtschaftlicher Erfolg und politisches Handeln Hand in Hand gehen. Um das wirtschaftliche Handeln eines Unternehmens zu optimieren, muss deshalb verstärkt auch auf politisches Handeln geachtet und tragfähige Sozialsysteme entwickelt werden. Unternehmen müssen deshalb so viel wie möglich tun, um so eine Entwicklung zu begünstigen. Eine Entwicklung in der das unternehmerische Denken und Handeln zukunftsorientiert umgesetzt wird.

Es ist wichtig, ein System von Sozialverträgen zu entwickeln, das die Zuweisung von Mitteln für Unternehmensgründungen, Weiterbildung und Arbeitssuche vorsieht. So werden in China arbeitslose Menschen in das Wirtschaftsleben einbezogen und ihr Einkommen gesteigert, in dem der Aufbau von Produktionsstätten für Online-Shops in ländlichen Gebieten angesiedelt wird.

Engagement-Beispiel in Deutschland

Deutsche Unternehmen engagieren sich im Bereich der Armutsbekämpfung etwa im Rahmen einer nachhaltigen Personalpolitik. So bietet die Beck GmbH mit Sitz in Erlangen eine Chance, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, eine beruflich langfristige Perspektive zu entwickeln. Teilzeit-Angebote für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Inklusions-Modelle für Menschen mit Behinderung sind bei der Beck GmbH gelebter Alltag. Um die Integration aktiv mitzugestalten, engagiert sich das Familienunternehmen im Beirat der gemeinnützigen Access GmbH, des Fachdienstes für das Qualifizieren und Vermitteln von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt.

Die „Alexander Beck Kinderfonds Stiftung“ unterhält das Jugendwerk Nürnberg. Dort werden Kindern und Jugendlichen „beim Schrauben“ persönliche, soziale und arbeitsrelevante Kompetenzen vermittelt und sie praxisnah auf das kommende Berufsleben vorbereitet. Weitere Initiativen können im Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens nachgelesen werden.

Langfristige Maßnahmen — auch in Industrieländern entwickeln

Staatlichen Hilfeleistungen für sozialschwache Bevölkerungsgruppen ist eine verbreitete Maßnahme in der Armutsbekämpfung der Industrieländer. Grundlegende Auszahlungen von Sozialleistungen können auf Dauer für jedes Land gefährlich werden. Die Erfahrung aus den frühen 1990-er Jahren in Europa hat bereits gezeigt, dass umfassende Sozialleistungen zum Auftreten von „professionellen Abzockern“ und Schein-Arbeitslosen führen kann. Hohe Unterstützungsmaßnahmen des Staates sind dann angebracht, wenn es etwa um Hilfe bei Flutkatastrophen geht. Langfristigen Armutsbekämpfung durch den Staat können jedoch dann wirkungslos sein, wenn nicht die Ursachen, sondern nur die Symptome bekämpft werden. Bei fehlenden Qualifikationen muss nicht die Arbeitslosigkeit alimentiert werden, sondern im Vorfeld die Qualifikation verbessert werden, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Hier sind auch Unternehmen mehr denn je gefragt, insbesondere in Zuge der Digitalisierung die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vielfältigen Aus- & Weiterbildungsangeboten zu unterstützen. Ziel ist es: Gesunde Menschen mit ausreichender Qualifikation in Arbeit zu bringen, so dass sie nicht auf staatliche Handreichungen angewiesen sein müssen.

Fazit

Die Arbeit zur Beseitigung der Armut ist noch lange nicht abgeschlossen. Es wird immer schwieriger, die Ärmsten zu erreichen, die oft in politisch instabilen Regionen und abgelegenen Gebieten leben. Der Zugang zu guten Schulen, Gesundheitsversorgung, Elektrizität, sauberem Wasser und anderen grundlegenden Dienstleistungen ist für viele Menschen nach wie vor schwierig. Das liegt noch zu häufig am sozioökonomischen Status, am Geschlecht, der ethnischen Zugehörigkeit und nicht zuletzt an der geografischen Lage. Nicht zuletzt ist der Fortschritt für Menschen, die der Armut entkommen sind, oft nur vorübergehend: Wirtschaftskrisen, Lebensmittelknappheit und Klimawandel drohen, sie mühsam erkämpfter Errungenschaften zu berauben und sie zurück in die Armut zu treiben. Auf dem Weg ins Jahr 2030 ist es von entscheidender Bedeutung, gemeinsam Wege zu finden, um diese Herausforderungen anzugehen.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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