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Hochwertige Bildung

Hochwertige Bildung (4) – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Bildung ist wichtig, denn sie ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes unabhängiges Leben. Dafür muss sie vor allem eins sein: hochwertig. Eine gute und angemessene Bildung ist nicht nur ganz praktisch beim Erklimmen der persönlichen Karriereleiter, sondern befähigt Menschen auf der ganzen Welt dabei ihre politische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Mit der Agenda 2030 und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (kurz: 17 SDG) soll allen Menschen bis zum Jahr 2030 ein Leben in Würde sicher sein. Die 17 SDG dienen dabei als Wegweiser und berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen und gelten für alle Staaten der Welt, egal ob Industrie-, Schwellen- oder Entwicklungsländer. Das 4. Ziel „Hochwertige Bildung“ soll dabei den Zugang inklusiv und gerecht gestalten und lebenslanges Lernen für alle fördern.

Hochwertige Bildung als Schlüssel zu anderen Zielen

Hochwertige Bildung stellt einen wichtigen Grundbaustein auch zur Erreichung der anderen 17 SDG dar. Bildung heißt dabei keineswegs nur bloßes Wissen zu erlangen. Nein, Bildung bedeutet weit mehr. Sie befähigt uns, zu denken, die richtigen Schlüsse zu ziehen und angemessen zu kommunizieren. Sie macht uns Menschen fit, Entscheidungen für sich und andere zu treffen. Sie versetzt uns vor allem aber auch in die Lage solidarisch zu handeln. Kurz gesagt, Bildung vermittelt Werte und ermöglicht den Menschen, bewusst zu handeln. Dazu zählt:

  • Die Menschenrechte zu achten
  • Demokratische Entscheidungen zu treffen
  • Frieden zu stiften
  • Freiheit und Toleranz zu verteidigen
  • Kulturelle Vielfalt zu fördern
  • Ökologische Verantwortung zu übernehmen
  • Für soziale Gerechtigkeit zu sorgen
  • Ökonomische Teilhabe

Genau diese Werte sind es, die die UN in ihren 17 SDG vereint, um allen Menschen heute und in Zukunft ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. So soll hochwertige Bildung Armut verhindern, Ungleichheiten beseitigen und Geschlechtergleichheit herstellen. Dass sich die Dimensionen, der Durchdringungsgrad von Entwicklungs- und Industrieländern in diesem Punkt unterscheiden, ist offensichtlich. Dort wo Menschen keinen Zugang zu Bildung haben, geben Industrieländer Unterstützung etwa durch Kooperationen. So stellen Unternehmen wie Volkswagen in ihrer Academy die Möglichkeit von qualifizierten Weiterbildungen in Entwicklungsländern wie Indien zur Verfügung. In einem Projekt konnten sie dadurch die Einführung von Standards in Produktionstechnologien gewährleisten. Auch wenn wir zu den höchstentwickelten Industrienationen gehören, so bedeutet das jedoch noch lange nicht, dass hochwertige Bildung in Deutschland schon überall zur Selbstverständlichkeit gehört und es hier keine Herausforderungen mehr gäbe.

Bildungs-Herausforderungen in Deutschland

Die Herausforderungen in Deutschland zur Erreichung des 4. Ziels beziehen sich auf andere Schwerpunkte als etwa in Schwellenländern. Die deutschen Probleme sind nur vermeintlich geringer: So sind Schulabbrecher ein Problem. Die weitere Erhöhung des Anteils von Hochschulabsolventen oder Menschen mit vergleichbaren Abschlüssen wie etwa dem Handwerks- oder Industrie-Meister steht genauso auf der Agenda wie der Ausbau des Angebots an Ganztagsbetreuungen für Kindern. Ferner soll die Qualität mit digitaler Bildung erhöht werden. Eine der größten Herausforderungen ist jedoch immer noch der unterschiedliche sozio-ökonomischen Status der Bundesbürgerinnen und -bürger, der sich durchaus an den unterschiedlichen Bildungsniveaus festmachen lässt. Aus diesem Grund sind bessere Bildungs- und Teilhabechancen eines der zentralen Ziele der Bundesregierung. Studien wie PISA oder IGLU weisen nach, dass hier verschiedene Faktoren entscheidenden Einfluss haben. So haben etwa der Migrationshintergrund einer Person, der elterliche Bildungsstatus und die berufliche Stellung der Eltern einen großen Einfluss auf die Chancen und den Bildungserfolg von Kindern. Deutlich wird, dass vor allem hochwertige Bildung immer noch den Privilegierten vorbehalten ist. Das soll sich ändern. Durch kostenfreien Zugang zur Bildung – bereits in Deutschland umgesetzt, mehr Betreuungs- und Ganztagsschulangeboten sowie einer Verbesserung der Fort- und Weiterbildungen, sollen diese Determinanten durchbrochen werden und eine hochwertige Bildung für alle möglich sein.

Hochwertige Bildung in Unternehmen

Was zunächst nur als Auftrag für Bildungseinrichtungen klingt, hat aber eine weitaus größere Dimension. Denn natürlich können auch Unternehmen entscheidend dazu beitragen, die Ziele des SDG 4 zu erreichen. So soll auch außerschulisch hochwertige Bildung möglich sein. Übrigens eine Win-win-Situation, denn Entwicklungsperspektiven für Mitarbeitende wie berufliche Aus- und Weiterbildungen sorgen für gut ausgebildete Nachwuchskräfte in Unternehmen. Dabei legen die einen eher Wert auf externe Weiterbildungsprogramme etwa bei der IHK. Andere entwickeln eine Weiterbildungsstrategie für ihr Unternehmen und legen dabei viel Wert auf internes Wissensmanagement und die Weitergabe von Wissen an Nachwuchskräfte. Mit internen Wissensplattformen, regelmäßigen Angeboten für Schulungen sowie neuen Werkstudentinnen oder Praktikantinnen eröffnen Unternehmen die Möglichkeit einer hochwertigen Bildung. Zur Verbesserung der Bildungsqualität wird zunehmend mehr Wert auf eine Qualifizierung der Menschen in der Digitalisierung gelegt, denn Fachkräftemangel nicht nur in diesem Bereich gehört schon zur Realität.

Vorteile von hochwertiger Bildung in Unternehmen

Unternehmen profitieren von gut ausgebildetem Personal in vielfältiger Hinsicht

  • Wettbewerbsvorteile
  • Bessere Chancen im War of Talents, ein breites und hochwertiges Bildungsangebot zieht Nachwuchskräfte an
  • Fähige Nachwuchskräftekönnen selbst im Unternehmen ausgebildet werden
  • Wissen geht nicht verloren, sondern bleibt im Unternehmen erhalten und wird vervielfältigt
  • Qualifizierungsprogramme fördern die Innovationskraft von Unternehmen

Qualifizierung für die Digitalisierung

Das digitale Lernen ist eine der deutschen Herausforderungen für eine hochwertige Bildung. Durch die digitale Transformation getrieben, wird digitales Wissen und Lernen immer präsenter in unserem Leben. Nicht erst seit Corona beschäftigen sich deshalb deutlich mehr Bildungsträger und noch häufiger Wirtschaftsunternehmen mit der Qualifizierung der Menschen für die Digitalisierung. Bildung erhöht naturgemäß die Chancen, sich in einer immer weiter digitalisierten Welt zurecht zu finden. In Unternehmen sind solche Kenntnisse gefragt, denn in vielen Unternehmen ist die digitale Transformation noch nicht verwirklicht. Gut ausgebildete Fachkräfte mit digitalem Know-how können somit die Innovationskraft und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens stärken und auch intern hochwertiges Wissen weitergeben. Eins ist aber sicher: Digitalisierung eröffnet neue Chancen, auch in der Unterstützung von Entwicklungsländern.

Digitales Lernen

Lernen hat sich durch die Digitalisierung verändert und bietet nicht nur Schulen neue Lernformate – auch Unternehmen profitieren vom digitalen Lernen und sollten es deshalb umso mehr fördern. Digitales Lernen ist weit mehr als das bloße Verschieben von Präsenzunterricht in den virtuellen Raum. Es bietet sehr viel mehr neue Möglichkeiten und fördert das Verständnis der immer schneller wachsenden digitalisierten Welt. Für Unternehmen ist besonders die Flexibilität beim digitalen Lernen von Vorteil.  Denn jedem Menschen ist so freigestellt, wann und wo er lernen möchte, ob unterwegs, daheim oder im Grünen. Kinder werden immer mehr auf diese neuen digitalen Lernformate vorbereitet. Sie kommen deshalb in unserer immer stärker digitalisierten Gesellschaft deutlich besser zurecht als die Generationen davor. Doch auch berufstätige Personen brauchen vermehrt Unterstützung im Erlernen dieser Fähigkeiten. Genau hier können Unternehmen ansetzen und digitale Bildung für Ihre Mitarbeitenden fördern.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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