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Gesundheit und Wohlergehen (3) – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Gesundheit und Wohlergehen (3) – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Viel Gesundheit zum Geburtstag zu wünschen ist guter Brauch. Und zu Recht, denn Gesundheit und Wohlergehen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensqualität – die Grundlage für viele glückliche Jahre. Man möchte es kaum glauben, aber für viele Menschen ist eine gute Gesundheit leider nur ein frommer Wunsch und nur unter größten Mühen, wenn überhaupt, zu realisieren. Was wir in Deutschland für selbstverständlich halten, ist in anderen Ländern ein fernes Ziel: Ausreichend Krankenhäuser, genügend Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal oder einfach nur eine gute Struktur des Gesundheitswesens – und das auch noch abgerechnet über die Krankenkassen. Deshalb steht auf der UNO-Liste der „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ als drittes Ziel (kurz: SDG 3): „Gesundheit und Wohlergehen“, d. h. ein gesundes Leben soll für alle Menschen jeden Alters gewährleistet und ihr Wohlergehen gefördert werden.

Wie steht es um die Gesundheit auf der Welt?

In vielen Ländern ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung eben nicht oder nur sehr eingeschränkt gewährleistet. 16.000 Kleinkinder sterben deshalb an vermeidbaren und eigentlich längst behandelbaren Krankheiten – jeden Tag. Mehr noch: Bedrohliche Erkrankungen wie Diphtherie, Tetanus oder Keuchhusten – in Deutschland durch Impfschutz nahezu ausgerottet – sind in anderen Ländern noch akute Problemfälle und kommen einem Todesurteil gleich. Allein durch verstärkte Aufklärung zu übertragbaren Krankheiten, analog zu Aids oder Tuberkulose, könnten viele Menschen geschützt werden. Dennoch haben sich allein 2019 immer noch 1,7 Mio. Menschen mit HIV infiziert. Erschreckende Zahlen. Wie kann das in unserer, doch ach so modernen, Gesellschaft immer noch möglich sein? In vielen Fällen einfach durch Unterversorgung, Armut oder auch schlechte Lebensbedingungen durch verschmutztes Wasser oder Luft. Die ausgearbeiteten Unterziele zum SDG 3 sollen dazu beitragen, die gesundheitliche Lage zu verbessern, um so für alle Menschen ein gesundes Leben gewährleisten zu können.

Fünf Unterziele für Gesundheit und Wohlergehen

In der SDG 3 werden im Besonderen fünf Unterziele aufgeführt, auf denen der besondere Fokus liegt.

  • Die Sterblichkeit von Müttern und Kindern soll sinken.
  • Alle Menschen sollen vor übertragbaren Krankheiten, wie Aids oder Tuberkulose und vor nicht übertragbaren Krankheiten, wie Krebs oder Diabetes geschützt werden.
  • Alle Menschen sollen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten haben, ohne in finanzielle Not zu geraten. Dazu zählen auch Dienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, Medikamente und Impfstoffe.
  • Allen Mädchen und Frauen sollen das Recht auf Selbstbestimmung in der Familienplanung zuteilwerden und der Zugang zu Verhütungsmitteln gesichert sein.
  • Das Risiko für nationale und internationale Gesundheitskrisen soll gesenkt werden.

Industrieländer wie Deutschland unterstützen die Entwicklungsländer bereits durch Initiativen wie der Kapazitätsentwicklung für Gesundheitsfachkräfte, durch Gesundheitsfinanzierung, durch Maßnahmen zur Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit sowie durch die Bekämpfung von HIV/Aids. Mit Spenden von Unternehmen werden Krankenhäuser gebaut, um die medizinische Versorgung vor Ort sicherzustellen.

Wie steht es um die Gesundheit in Deutschland?

Deutschlands Gesundheitssystem schneidet im weltweiten Vergleich als eines der Besten ab. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass es mit der Gesundheit in Deutschland tatsächlich gutstünde. Zu den vier häufigsten lebensverkürzenden Krankheiten zählen laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (dgppn):

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt)
  • psychische Erkrankungen (Angststörungen, Depressionen)
  • bösartige Neubildungen (Tumore)
  • muskuloskelettalen Erkrankungen (Arthrose, Arthritis, Weichteilrheuma, Osteoporose und Rückenschmerzen)

Darüber hinaus sind jedes Jahr in Deutschland etwa 27,8 % der Erwachsenen von einer psychischen Erkrankung betroffen.

Gesundheit und Wohlergehen in deutschen Unternehmen

Für viele deutsche Unternehmen ist deshalb die psychische und körperliche Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitarbeitenden sehr wichtig. Die Gewährleistung von Sicherheit am Arbeitsplatz durch moderne Schutzkleidung, umfangreiche Hygienebedingungen, durchdachte Feuerschutzkonzept usw. trägt dazu bei, dass Arbeitsunfälle und im schlimmsten Fall Tote stark abgenommen haben. Doch die Unternehmen können noch viel mehr tun. Etwa die Mitarbeitenden zu Bewegung animieren, in Ergonomie von Möbeln am Arbeitsplatz in Büro und Homeoffice investieren oder für gesunde bzw. gesündere Mahlzeiten in der Kantine sorgen. Das sind einfache Maßnahmen, um unter dem Strich Krankheitstage von Mitarbeitenden zu verringern und ihr Wohlergehen zu fördern. Viele Unternehmen in Deutschland gelten als gute Beispiele für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeitenden.

Gesundheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz

Es gibt noch zahlreiche Beispiele für Gesundheit und Wohlergeben am Arbeitsplatz:

  • sponsorn von Mitgliedschaften zu Fitnessstudios
  • Yogagruppen gegen Rückenschmerzen
  • Bereitstellung von Fahrrädern für den Arbeitsweg
  • organisierte Blutspenden am Arbeitsplatz etwa durch das Deutsche Rote Kreuz
  • Bürotiere beispielsweise Hunde, um Stress zu reduzieren
  • flexibles Arbeitszeitmodelle

Das ist gerade einmal ein kleiner Ausschnitt von vielen sinnvollen Maßnahmen. So versuchen große Unternehmen mit präventiven oder auch proaktiven Maßnahmen die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden sicherzustellen.

Beispiele von Gesundheit und Wohlergeben in deutschen Unternehmen

Stark zunehmender Stress am Arbeitsplatz führt in immer mehr Fällen zu Burnout. So hat sich etwa die pme Familienservice GmbH dazu entschieden, konkret gegen dieses Problem vorzugehen. Mit einem Präventionsseminar werden den Mitarbeitenden individuelle Strategien für die Stressbewältigung vorgeschlagen. Unter dem Namen „Team-Burnout vorbeugen“ wird aufgeklärt, um so Stress gemeinsam im Team zu bewältigen.

Auch die Deutsche Bank hat ihren Schwerpunkt auf das mentale Wohlergehen ihrer Mitarbeitenden gelegt. Neben einer Reihe von präventiven Maßnahmen, unterstützen sie auch reaktiv. Das bedeutet: Sie unterstützen Mitarbeitende in Notlagen und belastenden Situationen etwa durch Ersthelfer für psychische Gesundheit vor Ort oder professionelle Beratung. Ferner wird Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance durch flexibles Arbeitszeitmanagement gelegt.

Fazit

Auch wenn der Gesundheitszustand in Entwicklungsländern noch weit vom deutschen Maßstab entfernt ist, so gibt es doch Hoffnung auf Verbesserung. Zahlreiche Projekte führen doch zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung in Weltgegenden, wo diese dringend benötigt werden. Auch die Lage in Deutschland wird von vielen Unternehmen bereits durch zahlreiche sinnvolle Maßnahmen für Gesundheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz optimiert. Körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden wird sinnvoll und nachhaltig gefördert und ausgebaut. Mit dem Effekt, dass die Krankheitstage abnehmen und die Zufriedenheit steigt. Bleibt nur noch zu hoffen, dass diese Maßnahmen auf lange Sicht erfolgreich sind und in naher Zukunft hoffentlich alle Menschen ein gesundes Leben führen können…

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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