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Banken und Fintechs

Fintechs sind die Digitalisierungstreiber der Finanzbranche

Banken und Fintechs, das sind zwei ursprünglich völlig gegensätzliche Welten, die mittlerweile auf Kooperationskurs gehen, angetrieben nicht zuletzt durch den hohen Kostensenkungsdruck und die notwendige Optimierung des Online- und Mobile-Banking Angebotes aufseiten der Banken. Sie gehen eine Partnerschaft auf Gegenseitigkeit ein, und dies zum Wohl ihrer Kunden. Banken werden nicht länger als muffig und altbacken wahrgenommen, sondern warten mit neuartigen Serviceleistungen auf, die sie spritziger und moderner wirken lassen. Hatte man bis vor kurzem noch häufig den Eindruck, es mit höchst bürokratischen Institutionen zu tun zu haben, so wurde den Banken durch die Fintechs ein längst überfälliges Face Lifting zuteil. In unserem Artikel Banken setzen auf Kooperationen mit Fintechs haben wir die gewinnversprechende Allianz zwischen Banken und Fintechs bereits beschrieben. Heute wollen wir den Fintechs nochmals genauer auf die Finger schauen. Inwieweit gelingt es ihnen tatsächlich frischen Wind in die Finanzbranche zu bringen und wo stoßen sie dabei an ihre Grenzen?

Die jungen Wilden erobern den Markt

Fintechs sind Kinder der Start-up Bewegung, aber was sind Start-ups eigentlich genau? Es ist gute 20 Jahre her, dass dieses Phänomen Einzug hielt in das deutsche Wirtschaftsleben. Wie so vieles schwappte diese Bewegung zu uns aus den USA herüber und das Internet befeuerte deren Entwicklung. Ging es zunächst um Businessplan-Wettbewerbe, so etablierte sich recht bald so etwas wie eine Gründerszene. Auf diesem fruchtbaren Nährboden gediehen und gedeihen noch immer die Start-ups: Junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen, Konzepten, Produkten oder Vorhaben, denen man gute Erfolgsaussichten zuschreibt. Meist sind sie im Technologie- und Internetsektor angesiedelt. Sie finanzieren sich mittels Venture Kapital, Business Angels, Crowd Funding, über staatliche Förderungen, Contest Pitches u.v.m. Im Mittelpunkt steht dabei immer ein überzeugender Businessplan. Zumeist sind Start-ups Teamgründungen, es entstehen somit gleich mehrere Arbeitsplätze. Zu den bekannteren Start-up-Unternehmen in Deutschland zählen Zalando, XING, Brands4Friends oder Trivago.

In Sachen Unternehmenskultur prallen verschiedene Welten aufeinander

Das Milieu, in welchem Fintechs gedeihen, ist ein ganz Besonderes. Es ist nicht zuletzt geprägt von den Digital Natives, also der Generation, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist und nichts anderes kennt. Man geht in solchen Unternehmen anders miteinander um: Von der legeren Kleidung angefangen geht es weiter mit einem legeren Umgang – meist duzt man sich, mit flachen Hierarchien und mit agilen Arbeitsstrukturen. Die Mitarbeiter zeichnen sich durch eine starke Motivation aus, Projekte effizient und mit hoher Eigenverantwortlichkeit umzusetzen. Dabei setzen sie auf ihr eigenes Zeitmanagement, haben aber stets das Wohl des Teams dabei im Blick. Und noch eins ist auffällig: Sie haben eine andere Feedback-Kultur als die klassischen Unternehmen, und hier speziell die Banken. Im Bankenwesen gelten noch die tradierten Verhaltensmuster einer oft leicht angestaubten Unternehmenskultur mit den üblichen Hierarchien, die beachtet werden müssen. Fintechs hingegen haben eine offene und transparente Unternehmenskultur, die auf Feedbackmethoden wie „Radical Candor“ setzen, also auf eine radikale Aufrichtigkeit bzw. positive Offenheit (How to get what you want by saying what you mean).

Banken und das Erbe der Altlasten

Banken sind zumeist Traditionshäuser und Tradition ist zugleich ja auch ihr Aushängeschild und häufig der Grund für einen über Jahre angewachsenen treuen Kundenstamm. Vertrauen kann man nicht von heute auf morgen schaffen, das ist ein langer Prozess. Aus IT Gesichtspunkten haben es Banken vielfach mit veralteten und schwerfälligen Legacy-Systemen zu tun, und hier punkten die Fintechs mit userfreundlichen Apps, mit schnellen Lösungen für Vorgänge, die früher viel mehr Zeit der Kunden (und der Banken) in Anspruch nahmen. Sie bringen beispielsweise Dienstleistungen von Banken wie Kontoführung aufs Smartphone. Aber auch die verschiedenen Unternehmenskulturen prallen aufeinander. Und das ist letztlich gut so. Beide können voneinander lernen, profitieren und sich gegenseitig befruchten. Und auf der Gewinnerseite sollte nicht zuletzt der Kunde stehen, um dessen Geld es ja letztlich geht.

Banken und Fintechs – Tradition und Moderne

In Zeiten der Digitalen Transformation und den disruptiven Veränderungen, die mit ihr einhergehen, kommt es entscheidend darauf an, dass am Ende neue zukunftsweisende Geschäftsmodelle entstehen, die auf dem Besten beruhen, was Banken und Fintechs zu bieten haben. Verschmelzen dann auch noch die besten Aspekte der Unternehmenskulturen von Banken und Fintechs zu einer organischen und von Vertrauen geprägten Unternehmenskultur des Miteinanders, so entstehen am Ende im Bankensektor die Fundamente für die neuen Arbeitswelten von Morgen. Eine frische Brise weht uns diesbezüglich schon heute ins Gesicht.

Ja, die digitale Transformation ist eine große Herausforderung – insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die „das schon immer so gemacht haben“. Lassen Sie uns gemeinsam Dinge hinterfragen.

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