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Eine kurze Geschichte der Menschheit – eine Buchbesprechung

Die Geschichte der Menschheit – auf 526 Seiten vom israelischen Historiker Yuval Noah Harari populärwissenschaftlich auf einen Nenner gebracht – steuert auf ein einziges großes Ziel zu: die Vereinigung aller Kulturen und somit das Verschwinden der Nationalstaaten. Drei große Revolutionen haben uns Menschen dahin gebracht, wo wir heute stehen und der Autor geleitet uns ebenso kompetent wie eloquent und stets mit einem kleinen Augenzwinkern die verschlungenen Pfade der Geschichte entlang. Vom Homo Sapiens – der aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten die Weltbühne erobert – über den Wandel der Menschen vom Jäger zum Bauern bis hin zur industriellen oder besser gesagt wissenschaftlichen Revolution, wir werden kurzweilig und sozusagen im Zeitraffer mit allen Ereignissen vertraut gemacht, die uns in die Moderne geführt haben. Jedoch: Mit welchem Ziel gehen wir unseren Weg? Was wollen wir wollen? Die Antwort auf diese Fragen muss noch gegeben werden.

Zentrale Themen des Buches

Mit immer rascheren Schritten strebt die Menschheit einem großen Ziel zu, der Verschmelzung der Kulturen und Völker auf einem einzigen Territorium. Es sind die Kapriolen der Evolution, die vor etwa 70 000 Jahren den Homo Sapiens entstehen ließen, aus dem der heutige Mensch sich über die Jahrtausende hinweg formte und es ist der unbeugsame Erfindungsgeist des Menschen, sein technisches Geschick, welches zu unserem heutigen Wohlstand und unserem aktuellen politischen und wirtschaftlichen System führte. Aber was steht am Ende der Entwicklung? Fakt ist, in der heutigen Zeit hat nur Eines Bestand, und das ist der Wandel. Unsere Gesellschaftssysteme fußen auf raschen Veränderungen und basieren zugleich auf lang gehegten Traditionen. Hierin liegen große Widersprüche, die jedoch von der technischen Entwicklung überholt und gedankenlos hinweggefegt werden. Steht am Ende der Cyborg, ein Kunstwesen, geschaffen dank der Fortschritte in Biotechnologie, Gentechnik und der Anwendung von Künstlicher Intelligenz? Und wird diesem Cyberwesen das Glück beschieden sein, nach dem der Mensch über Jahrhunderte hinweg vergeblich strebte?

Eine kurze Geschichte der Menschheit
Eine kurze Geschichte der Menschheit – eine Buchbesprechung

Drei Revolutionen mit weitreichenden Konsequenzen

Die erste Revolution, die sogenannten kognitive Revolution, formte den Homo Sapiens zum denkenden und fühlenden Wesen. Es entwickelte sich eine auf abstrakten Begriffen aufgebaute Sprache, man tauschte sich aus, bildete Horden. Die zweite Revolution fand vor etwa 10 000 Jahren statt. Der Mensch wurde vom Jäger zum Bauern, der Eigentumsbegriff bildete sich heraus. Immer neue Herrscher unterdrückten die Bauern und forderten Steuern und Schutzzölle von ihnen. Die Menschen lebten in einer Klassengesellschaft, deren Rechtmäßigkeit sie nicht anzweifelten, schien sie ihnen doch gottgegeben. Die Religion wiederum unterlag ihrerseits ebenfalls einem starken Wandel: Vom mythischen Glauben über den Animismus hin zum Polytheismus – der Vielgötterei – und am Ende hin zu den monotheistischen Religionen wie dem Christentum oder dem Islam mit einem starken Sendungsbewusstsein. Etwa 500 Jahre zurück dann die dritte Revolution: Die wissenschaftliche Revolution, die zu wahrlich durchschlagenden Veränderungen führte. Politik und Wissenschaft gingen Hand in Hand, man wagte Expeditionen und baute Handelsschiffe, um mit ihnen die Welt auf dem Seeweg zu erobern. Mit dem Reichtum von Übersee wurden Reiche ausgebaut oder neue Reiche errichtet und es wurde immer weiter geforscht und immer raffiniertere Erfindungen wurden in die Tat umgesetzt, um sich die Erde untertan zu machen.

Auf dem Scheideweg zwischen rücksichtslosem Kapitalismus und einer neuen Ethik

Technische Errungenschaften wie die Dampfmaschine haben letztlich zur industriellen Revolution geführt. Die Klassengesellschaft, wie man sie noch im 19. Jahrhundert kannte, löste sich sukzessive auf und eine breite Mittelschicht entstand. Monarchien und Diktaturen wurden durch marktwirtschaftlich orientierte demokratische Systeme ersetzt. Die Spezies Mensch ist findig, allerdings auch meist auf den eigenen Vorteil bedacht. Für Harari wiegt die Gefahr schwerer, dass die Menschheit an mangelndem Bewusstsein für Umweltschutz zugrunde gehen könnte, denn aufgrund einer kriegerischen Auseinandersetzung. Die Gentechnik ermöglichte im Jahr 2000 ein grün fluoreszierendes Kaninchen. Wer gibt uns die Antwort auf die Frage, wo die Grenzen verlaufen zwischen dem Machbaren und dem, was Ethisch vertretbar ist? Dürfen wir uns anmaßen, die Regeln der natürlichen Auslese aufzuheben, Gott zu spielen und die Welt neu zu erschaffen? Und wenn ja: Was wollen wir wollen?

Konnten wir Sie neugierig machen?

Der Autor des spannenden Buches „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ Yuval Noah Harari ist Jahrgang 1976 und lehrt an der Hebrew University of Jerusalem Geschichte. Er hat ein bilderreiches Werk verfasst, das uns den Werdegang der Menschheit deutlich vor Augen führt. Zugleich macht er deutlich, dass – sollte es uns nicht gelingen, unsere irdischen Probleme in den Griff zu bekommen – der Planet Erde sich auch ohne unsere Gegenwart munter weiter drehen wird. Entdecken auch Sie in dem Buch neue interessante Denkansätze oder Ihre persönliche Lieblingspassage! Folgen Sie Harari bei seinem Versuch uns die Welt zu erklären. Wir hoffen sehr, dass wir Sie mit unserer heutigen Buchbesprechung neugierig auf Hararis Werk machen konnten.

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