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Digitalisierung 2018

Deutschland auf dem mühsamen Weg zur Gigabit-Nation

Deutschland läuft die Zeit davon! Nach Monaten, in denen politisch nichts bewegt werden konnte, ruft die neue Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär (CSU) nun zum digitalen Aufbruch auf. Dieser ist auch dringend notwendig, denn es fehlt an der flächendeckenden Internetversorgung. Bis 2025 soll der Ausbau mit Gigabit-Netzen erfolgen, und das, obwohl nicht einmal die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen im niedrigen Megabit-Bereich so richtig vorangekommen ist. So verfügt nur ein Drittel der Haushalte im ländlichen Raum über Verbindungsraten größer als 50 Mbit/s.

Für die Versorgung im Gigabit-Bereich sind jedoch ohnehin die modernen Glasfaseranschlüsse Voraussetzung. Und hier findet sich Deutschland in einem Vergleich aus 2017 mit 2,1 % mit den anderen OECD – Staaten weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze wieder, weit hinter Japan, Lettland oder Spanien und weit unter dem OECD-Durchschnittswert von 22,3 %. Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen stationären Breitbandanschlüssen in ausgewählten Ländern der OECD im Juni 2017 (Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/digitalisierung-darum-liegt-deutschland-im-eu-vergleich-hinten-15480625.html)

Deutschlands Wirtschaft verliert Milliarden

Der zu langsame Ausbau des digitalen Netzes kostet. “Wenn Deutschland sein digitales Potenzial optimal nutzen würde, könnte das Bruttoinlandsprodukt bis 2025 um einen Prozentpunkt jährlich zusätzlich wachsen – das sind umgerechnet insgesamt rund 500 Milliarden Euro”, fasst McKinsey-Seniorpartner Karel Dörner eines der zentralen Ergebnisse der Studie “Digital Europe”, die das McKinsey Global Institute (MGI) kürzlich herausgegeben hat, zusammen. Mittlerweile macht die sogenannte Digitalwirtschaft der gleichen Studie zufolge 5,4 Prozent der deutschen Gesamtwirtschaft aus.

Öffentliche Verwaltung will online gehen

Aber nicht nur die freie Wirtschaft, sondern auch der Verwaltungssektor könnte künftig vom digitalen Aufbruch profitieren. Dorothee Bär möchte die öffentliche Verwaltung an die Spitze der Digitalisierung katapultieren, sie möchte für die Bürger das digitale Rathaus öffnen sowie ein Online-Bürgerportal, “das einen einfachen Zugang zu allen Verwaltungsdienstleistungen ermöglichen soll”. (Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Dorothee-Baer-E-Goverment-ist-wenn-automatisiert-die-Geburtsurkunde-bereitsteht-3999377.html) Auch Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland wünscht sich mehr Dynamik bei der Digitalisierung und den Staat dabei als Vorbild. Auf der diesjährigen Hannover-Messe, die für sie das globale Schaufenster der Digitalisierung ist, betonte sie die Dringlichkeit, mit der die digitale Transformation in allen relevanten Bereichen vorangetrieben werden müsse.

Die digitale Transformation benötigt digitale Infrastruktur

Perspektivisch gesehen wird der Daten-Traffic ansteigen und die Datenmengen immer weiter anwachsen lassen. Die Industrie 4.0, das Internet of Things – das Internet der Dinge – in welchem Geräte mit dem Internet vernetzt sind, Cloud-Dienste und vieles mehr benötigen weitaus höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, als sie gegenwärtig zur Verfügung stehen. Eine der zentralen Herausforderungen für eine erfolgreiche digitale Transformation, die der deutschen Wirtschaft ein neues kleines Wirtschaftswunder bescheren könnte, ist es unabdingbar, dass die geeignete digitale Infrastruktur in Gestalt modernster Glasfaseranschlüsse flächendeckend zur Verfügung steht.

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