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Mehr Sicherheit im Internet oder wie Google Ihre Daten nutzt

Datensicherheit im Netz – diese Phrase zaubert den meisten Menschen ein Gähnen ins Gesicht. Den AGBs irgendeiner App oder eines Sozialen Netzwerkes zustimmen? Klar. Sie lesen? Eher nicht. Geradezu naiv verschenken wir unsere Daten im Netz. Doch was fängt das Gegenüber eigentlich wirklich mit diesen, unseren Daten an? Wir haben uns das am Beispiel Google mal genauer angesehen.

Der größere Zusammenhang

Um zu verstehen, was Google mit unseren Daten vorhat, muss man sich zunächst angucken, was Google überhaupt so treibt. Das kalifornische Tochterunternehmen der Alphabet Inc. ist vor allem Synonym für die Suchmaschine, die die meisten von uns tagtäglich nutzen. Googles Geschichte beginnt im Jahr 1998 und ist ohne Frage eine Erfolgsgeschichte, wie sie nicht schöner im Wirtschaftsbuche stehen könnte. Ziel der beiden Gründer Sergey Brin und Larry Page war und ist es „die Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder Zeit zugänglich uns nutzbar zu machen.“

Die Palette an Dienstleistungen ist ausufernd: neben der Suchmaschine bietet das Unternehmen Videoformate (YouTube), Navigation (Google Maps), E-Mails und Messaging (Gmail, Hangouts), Nachrichten, Buchinhalte, Webseiten und unendlich viel mehr. Um diese, für den Endverbraucher in der Regel kostenfreie Dienste, anbieten zu können, finanziert sich das Unternehmen in erster Linie durch Werbung. Wir alle kennen die bezahlten Werbeflächen oberhalb der organischen Suchergebnisse. Mit dem Produkt AdSense, einem Online-Werbenetzwerk, können Webseitenbetreiber Werbeanzeigen auf ihre Website einbinden. Die Inhalte werden von Google geliefert.

Was hat das mit meinen Daten zu tun?

Am Beispiel AdSense: Für alle involvierten Unternehmer (Google, Webseitenbetreiber) macht das Werbeprogramm nur dann Sinn, wenn für den User relevante Werbung eingeblendet wird. Zeigt sich der User interessiert und klickt auf die Werbung, dann klingelt im metaphorischen Sinne die Kasse. Woher weiß Google aber eigentlich, wann welche Anzeige bei welchem User am ehesten Sinn macht? Sie ahnen es schon: fleißig gesammelte Daten erlauben es dem Unternehmen möglichst genaue Erkenntnisse zu gewinnen. Interessen, Persönliches, Privates – insbesondere durch den Einsatz von Cookies gelingt das Zusammentragen der Daten.

Diese Cookies speichern Ihr Surfverhalten und reichen die Infos weiter an denjenigen, der die Webseite betreibt. In Summe ist es Folgendes, was Google an Daten über sie sammelt:

  • Suchanfragen
  • Besuchte Webseiten
  • Videos
  • Werbung, die Sie anklicken oder antippen
  • Standortzugriff
  • Geräteinformation
  • IP-Adresse, Cookiedaten

Klingt viel! War tatsächlich noch gar nicht alles. Neben den Aktivitäten, die wir durchführen, erstellen wir auch Inhalte. Diese werden ebenfalls gespeichert:

  • Gesendete und empfangene E-Mails
  • Kontakte
  • Kalendertermine
  • Eigene, hochgeladene Fotos und Videos
  • In Google Drive erstellte Dokumente, Tabellen und Präsentationen

Darüber hinaus gehört zu einem Nutzerprofil natürlich auch noch alles Wissenswerte über eben diesen User! Diese Angaben machen wir meist bereitwillig bei der Registrierung zu einem der Dienste:

  • Name
  • E-Mail-Adresse und Passwort
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Telefonnummer
  • Land

All diese Angaben werden dann genutzt, um beispielsweise eine Suchanfrage noch beim Tipp zu vervollständigen, Videoempfehlungen auszusprechen, auf mich zugeschnittene Werbung zu schalten, etc. Oder um es mit den Worten von Google zu sagen: „… um unsere Dienste für Sie zu optimieren.“

Genial oder gefährlich?

Ob der Zugriff auf so viele Daten notwendig ist, um ein optimales Nutzererlebnis zu kreieren? Gut möglich! Aber, wer entscheidet denn darüber, was „optimal“ ist – in diesem Fall ja sehr einseitig Google. Als User fühlt man sich natürlich wunderbar hofiert, dass man so schnell ans Online-Ziel gebracht wird. Nicht zu vergessen ist dabei jedoch, dass Google ein Weltkonzern ist, der selbstverständlich in erster Linie unternehmerisch agiert, und nicht ausschließlich selbstlos.

Im Umkehrschluss erlaubt dies die Frage: ist es nicht fahrlässig einem Wirtschaftsunternehmen ein detailliertes Aktivitätenprotokoll zu liefern? Sollten die eigenen Daten überhaupt derart gebündelt auf dem Server eines Unternehmens liegen? Was ist, wenn jemand anderes an diese Informationen gelangt? Nichts als Panikmache, sagen die einen. Man kann gar nicht vorsichtig genug sein, die anderen. Und je nach Perspektive ist jeder Einwand berechtigt.

Als Unternehmen, das selbst SEA anbietet, setzen wir uns täglich mit diesem Thema auseinander. Wir sind natürlich auch sehr an Ihrer Meinung interessiert! Wie stehen Sie zum Thema Datenschutz? Erzählen Sie es uns gerne!

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